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DEFA - Stiftung - 2006

Förderpreisträger 2006

Henner Winckler
auf dem 16. filmkunstfest Schwerin 2006

Der Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 16. filmkunstfest Schwerin in Höhe von 4.000 Euro ging an Henner Winckler für seinen Film „Lucy“. Mit seinem zweiten Spielfilm ist Henner Winckler eine unspektakuläre Milieustudie gelungen. Mit leisen Bildern zeigt er die Gefühlswelt einer jungen Mutter, die auf der Suche nach ihrem eigenen Weg ist. Er beweist, dass er nicht nur Geschichten erzählen kann, sondern auch Mut hat, sie zu Ende zu denken.
Henner Winckler studierte Visuelle Kommunikation/Film in Offenbach und Hamburg. Seit 1998 ist er als freier Autor und Regisseur in Berlin tätig und arbeitet als künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule für Film- und Fernsehen „Konrad Wolf“. Sein Spielfilmdebüt „Klassenfahrt“ feierte seine Uraufführung 2002 beim Internationalen Forum des Jungen Films Berlin.



Ebele Okoye, Elisabeth Salmin, Agnieszka Kruzcek
auf dem 18. Internationalen Festival für Animations- und Kurzfilm Dresden 2006

Der Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 17. Filmfest Dresden in Höhe von 4.000 Euro ging an Ebele Okoye aus Nigeria/Deutschland, Agnieszka Kruzcek aus Polen/Deutschland und Elisabeth Salmin aus Estland für ihr Animationsfilm-Projekt „Feet Voters“. Die Idee zum Projekt entstand im Frühjahr auf dem Austauschforum „Perspektiven für den Animationsfilm“. Der Preis wurde von Helmut Morsbach bei der Open-Air Kurzfilmnacht in Jena am 15. August an die Künstler übergeben.



Matthias Luthardt
auf dem 11. Internationales Festival für Kinder und junges Publikum 2006

Der mit 4.000 Euro dotierte Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 11. Internationalen Filmfestival „Schlingel“ für Kinder und junges Publikum in der Kategorie „Blickpunkt Deutschland“ ging in diesem Jahr an den Film „Pingpong“ von Matthias Luthardt.
„Pingpong“ erzählt die Geschichte des 16jährigen Paul. Traumatisiert durch den Selbstmord seines Vaters taucht er unangemeldet in der scheinbar glücklichen Familie seines Onkels Stefan auf. Doch das Familienleben um Tante Anna stellt sich keineswegs als harmonisch und als Zufluchtsort geeignet heraus. Geredet wird kaum, stattdessen spielt man Pingpong. Matthias Luthardts auf wenige Charaktere und Drehorte konzentrierte Handlung entfaltet sich in langen ruhigen Einstellungen und zeigt glaubwürdig die psychologische Entwicklung der Figuren in einer gefühlsleeren Welt.
Matthias Luthardt, Jahrgang 1972, studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg von 1998 bis 2005 Regie. „Pingpong“ ist sein Abschlussfilm.



Rita Lengyel
auf dem 16. FilmFestival Cottbus - Festival des europäischen Films 2006

Die DEFA-Stiftung vergab ihren mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis auf dem 16. FilmFestival Cottbus 2006 an Rita Lengyel für ihren Film „Berlin – Budapest“.
Als die Ungarin Mari der deutschen Freundin ihrer Jugendliebe begegnet, treffen zwei Kulturkreise, zwei Schicksale, zwei Wahrheiten aufeinander. Mit ruhigem Blick fürs Detail zeichnet die Regisseurin den Weg von Maris vorgegebener Identität zu ihrer wirklichen. So findet ihr Kurzfilm zu einer Dramatik, die nicht durch Übertreibung oder gekünstelte Enthüllungen den Weg zum Wahrhaftigen verstellt, sondern durch kluge Beobachtung und gekonnte Inszenierung sicher ans Ziel gelangt.
Rita Lengyel, Jahrgang 1975, arbeitet seit 1990 als Schauspielerin in zahlreichen Kino-, TV- und Theaterproduktionen. Seit 2003 studiert sie Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. Der Preis wird im Rahmen der Berlinale auf dem Empfang des FilmFestivals Cottbus in der Brandenburgischen Landesvertretung feierlich übergeben.



Susanne Jäger
auf dem 27. Filmfestival Max Ophüls 2006

Der Förderpreis auf dem 27. Filmfestival Max Ophüls Preis ging an Susanne Jäger für ihren Dokumentarfilm „Vater und Feind“. Der junge, rebellische Jörg Hejkal wird von seinem Vater, der für die Staatssicherheit der DDR arbeitete, seit seiner frühen Kindheit ausspioniert. Nach einem Fluchtversuch landet er für zwei Jahre im Gefängnis. 15 Jahre nach dem Ende der DDR ist die Vergangenheit längst nicht aufgearbeitet, weder in der Familie noch in der Gesellschaft.
Susanne Jäger, Jahrgang 1972, absolvierte an der Gesamthochschule in Essen ein Studium für Kommunikationsdesign. Sie ist als Fotografin tätig und realisierte für den WDR mehrere Dokumentarfilme. Ihr Film „Vater und Feind“ ist die Abschlussarbeit an der Kunsthochschule für Medien in Köln im Bereich Regie.



Olaf Winkler
auf dem 49. Internationalen Leipziger Filmfestival für Dokumentar- und Animationsfilm 2006

Den mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 49. Internationalen Leipziger Filmfestival für Dokumentar- und Animationsfilm erhielt Olaf Winkler für seinen Dokumentarfilm „Eggesin möglicherweise“.
Eggesin ist eine der ostdeutschen Städte, denen die politische Wende um 1990 zum Verhängnis wurde: die dort stationierte Nationale Volksarmee wurde aufgelöst und die Bundeswehr fasste niemals Fuß. Seitdem plagen Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Zerfall der Infrastruktur die Stadt. Der Film dokumentiert das Leben in diesem scheinbar verlorenen Ort, indem er einzelne Meinungen der Bürger einfängt und präsentiert. Der Film entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Kameramann und Mitautor Dirk Heth.
Olaf Winkler, geboren 1963, studierte Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg. Seit 1997 ist er als freiberuflicher Film- und Fernsehdramaturg tätig.
































(Foto: pool production gmbh/ Goethe)