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DEFA - Stiftung - 2005

Förderpreisträger 2005

Robert Thalheim
auf dem 15. FilmKunstFest Schwerin 2005

Robert Thalheim erhielt auf dem 15. FilmKunstfest Schwerin den Förderpreis der DEFA-Stiftung für den Film „Netto“. Mit bedrückend realistischen Bildern schildert Robert Thalheim eine Vater-Sohn Beziehung angesiedelt in Berlin, Prenzlauer Berg. Sebastian dringt in das chaotische Leben seines arbeitslosen Vaters ein und versucht ihn für die Arbeitswelt fit zu machen. Thalheim beobachtet präzise und einfühlsam wie beide in alltäglichen, tragikomischen Situationen langsam zu einander finden.
Robert Thalheim, Jahrgang 1974, studiert derzeit an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg Regie. Er war bereits am Maxim-Gorki-Theater als Regisseur tätig und legte mit Netto sein Spielfilmdebüt vor.


Izabela Plucinska, Spela Cadez, Nico Grein,
auf dem 17. Internationalen Festival für Animations- und Kurzfilm Dresden 2005

Der Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 17. Filmfest Dresden in Höhe von 4.000 Euro ging an Izabela Plucinska aus Polen, Nico Grein aus Deutschland und Spela Cadez aus Slowenien für ihr Animationsfilm-Projekt "Marathon". Mit der herausfordernden Kombination von Puppen-, Plastilin- und digitalen Animationstechniken erzählen die drei Filmemacher die Geschichte eines Marathons, der durch Wetterkapriolen durcheinander gerät. Die Idee zum Projekt entstand im Frühjahr auf dem Austauschforum „Perspektiven für den Animationsfilm“. Der Preis wurde von Helmut Morsbach bei der Open-Air Kurzfilmnacht in Bonn am 30. August an die Künstler übergeben.


Hendrik Hölzemann
auf dem 10. Internationales Festival für Kinder und junges Publikum 2005

Der Förderpreis der DEFA-Stiftung in Höhe von 4.000 Euro auf dem 10. Internationalen Filmfestival „Schlingel“ für Kinder und junges Publikum ging an Hendrik Hölzemann für seinen Film „Kammerflimmern“. In einer eindrucksvollen Milieustudie erzählt Hendrik Hölzemann eine Geschichte, in der Leben und Tod nur einen Atemzug voneinander entfernt liegen. Mit wunderbaren Hauptdarstellern begibt er sich auf die Suche nach Erlösung und liefert ein viel versprechendes Regiedebüt ab.
Hendrik Hölzemann, Jahrgang 1976, studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg im Fachbereich
Drehbuch. Nach mehreren Kurzfilmarbeiten als Autor und Regisseur, u. a. „Die Entfernung ist Null“ (1998), und „Dreckskerle“ (1999), ist „Kammerflimmern“ seine Abschlussarbeit.


Thomas Wendrich
auf dem 15. FilmFestival Cottbus - Festival des europäischen Films 2005

Die DEFA-Stiftung vergab ihren mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis auf dem 15. FilmFestival Cottbus 2005 an Thomas Wendrich und seinen Film „Zur Zeit verstorben“. Das einfache Leben auf dem Lande und die Würde des Alterns sind Thema dieses originellen und sensibel gestalteten Kurzfilms. Mit Genauigkeit zeichnet Thomas Wendrich in seinem Regiedebüt das Portrait eines alten, etwas verwirrten, liebenswerten Mannes und des Konfliktes mit seiner Familie. Thomas Wendrich, Jahrgang 1971, absolvierte ein Schauspiel- und Drehbuchstudium in Berlin und Potsdam-Babelsberg.
Der Preis wird im Rahmen der Berlinale auf dem Empfang des FilmFestivals Cottbus in der Brandenburgischen Landesvertretung feierlich übergeben.


Katarina Peters
auf dem 26. Filmfestival Max Ophüls Preis 2005

Katarina Peters erhielt auf dem 26. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken
den Förderpreis der DEFA-Stiftung für den Film "Am seidenen Faden".
Nach einem Schlaganfall hängt das Leben des jungen Musikers Boris Baberkoff "Am seidenen Faden". Seine Frau, die Dokumentarfilmerin Katarina Peters, hat den dramatischen Kampf ums Überleben in einem Film festgehalten, der frei von Larmoyanz
und fernab von Voyeurismus die körperliche und seelische Belastungsprobe eines Ausnahmezustandes dokumentiert.
Peters, Jahrgang 1958, war nach ihrem Studium von Skulptur, Film und Performance in den USA und der Visuellen Kommunikation in Berlin als Szenenbildnerin für Theater-, Film- und Fernsehproduktionen tätig. Nach mehreren Experimentalfilmen ist "Am seidenen Faden" ihr erster Dokumentarfilm.


Babette Ellen Kottkamp
auf dem 48. Internationalen Leipziger Filmfestival für Dokumentar- und Animationsfilm 2005
Babette Ellen Kottkamp erhielt auf dem 48. Internationalen Leipziger Filmfestival für Dokumentarund Animationsfilm für ihren Film "Ende einer Reise – Von Drahtbindern und Mausefallenhändlern" den Förderpreis der DEFA-Stiftung. Der Preis wird in Form eines Stipendiums vergeben und ist mit 4.000 Euro dotiert. Mit viel Warmherzigkeit zeichnet Babette Ellen Kottkamp die liebevollen Charakterzüge eines Menschenschlags, der vorlebt, dass die fundamentalen Dinge wie Freundschaft und Liebe ein einfaches Leben über die Zeit hinweg nähren können.
Die Regisseurin, 1975 in München geboren, studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik. „Ende einer Reise“ ist ihr Abschlussfilm an der Hochschule. Sie führte bereits bei mehreren Kurzfilmen und Reportagen für das Kinderfernsehen Regie u. a. „Blaue Wüste (1998) und "Der Traum vom Fliegen" (2002).




Robert Thalheim, Sebastian Winckels und Till Endemann





Nico Grein, Izabela Plucinska, Helmut Morsbach und Spela Cadez