DEFA-Filme auf der Berlinale

 

  • 5. Heiner-Carow-Preis auf der Berlinale

In wenigen Tagen öffnen die 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin ihre Kinosäle für das Publikum und präsentieren etwa 400 Filme, darunter auch zwei DEFA-Filme. Dabei stellt der Filmklassiker „Bis dass der Tod euch scheidet“ aus dem Jahr 1979 ein besonderes Highlight dar. Das Werk des Regisseurs Heiner Carow wurde von der DEFA-Stiftung restauriert, digitalisiert und mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, barrierefrei gemacht.

Ralf Schenk, Vorstand der DEFA-Stiftung betonte: „Es ist für die DEFA-Stiftung eine spannende und wichtige Aufgabe, das Filmerbe der DDR allen Menschen zugänglich zu machen. Die Vorführung von „Bis dass der Tod euch scheidet“ zum Heiner-Carow-Preis ist das erste Projekt, das wir als DEFA-Stiftung barrierefrei gestalten. Wir sind gespannt auf die Resonanz beim Publikum und freuen uns, dass wir mit Frau Bentele und ihrem Team kompetente Partnerinnen und Partner an unserer Seite haben.“

Mit dem Heiner-Carow-Preis werden deutsche Spiel-, Dokumentar- oder Essayfilme aus der Panorama-Sektion der Filmfestspiele ausgezeichnet. Der Preis der DEFA-Stiftung erinnert an den Regisseur Heiner Carow (1929-1997), der in den Babelsberger DEFA-Studios unter anderem Filme wie „Sie nannten ihn Amigo“ (1959), „Die Legende von Paul und Paula“ (1973) und „Coming out“ (1989) inszenierte. Für „Coming out“ erhielt er im Februar 1990 den Silbernen Bären im Berlinale-Wettbewerb. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Über die Vergabe entscheidet eine dreiköpfige Jury, der in diesem Jahr Melanie Hauth, Mitarbeiterin der DEFA-Stiftung, der Kameramann Peter Ziesche und Angelo Acerbi, Leiter des Turin Lesbian and Gay Film Festival, angehören.

Die Preisverleihung findet Donnerstag, 16. Februar 2017, um 17 Uhr im Kino International (Karl-Marx-Allee 33, 10178 Berlin) statt. Nach der Benennung des Preisträgers wird erstmals die barrierefreie Fassung von Heiner Carows Film „Bis dass der Tod euch scheidet“ gezeigt.

 

  • Retrospektive

Die Retrospektive der Berlinale widmet sich unter dem Motto "future imperfect" dem Science Fiction Genre. Das Programm wird am 10. Februar um 19 Uhr mit dem DEFA-Film "Eolomea" eröffnet.

Zum Thema "Weltall - Erde - Mensch. Die DEFA und ihre Science-Fiction-Filme" diskutieren am 15.2. im Filmhaus am Potsdamer Platz Ralf Schenk, Regisseur Herrmann Zschoche, Kameramann Peter Badel sowie Drehbuchautor Stefan Kolditz.

 

Trailer "Bis dass der Tod Euch scheidet"

Termine

Tickets für die Kinoveranstaltungen erhalten Sie an den Kassen der Berlinale.