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DEFA - Stiftung - 1.12.2017 Preise der DEFA-Stiftung vergeben

1.12.2017: Preise der DEFA-Stiftung vergeben

 

Am 1. Dezember 2017 fand in der Berliner Akademie der Künste am Hanseatenweg die 17. Preisverleihung der DEFA-Stiftung statt. Vor über 400 Gästen wurden Preise in Höhe von insgesamt 40.000 Euro vergeben.

Den mit 10.000 Euro dotierten Preis für das künstlerische Lebenswerk erhielt Roland Dressel. Mit Roland Dressel wird ein Kameramann ausgezeichnet, der die Bildsprache der 1980er Jahre entscheidend prägte. In der intensiven Zusammenarbeit mit namhaften RegisseurInnen wie Rainer Simon, Evelyn Schmidt, Ulrich Weiß und Roland Gräf entstanden polemische und poetische, (neo)-realistische, historisierende und experimentelle Bildmuster, die das Werk von Roland Dressel einzigartig und unvergesslich machen. Filme wie DAS LUFTSCHIFF, DAS HAUS AM FLUSS, DAS FAHRRAD oder OLLE HENRY verdanken ihre Kraft ganz maßgeblich der Bildarbeit Roland Dressels.

Der Schauspieler Sylvester Groth wurde mit dem Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film ausgezeichnet, der ebenfalls mit 10.000 Euro dotiert ist. Sein Spielfilmdebut gab Sylvester Groth 1983 in der DEFA-Produktion DER AUFENTHALT von Frank Beyer. Danach spielte er sowohl in DEFA-Produktionen wie DAS HAUS AM FLUSS als auch in westdeutschen Filmen. Neben einer umfangreichen Theaterkarriere trat er 2008 mit DER VORLESER erstmals in einem Hollywood-Film auf. Nachdem er 2007 in Dani Levys MEIN FÜHRER - DIE WIRKLICH WAHRSTE WAHRHEIT ÜBER ADOLF HITLER in der Rolle des Goebbels überzeugte, engagierte ihn Quentin Tarrantino für dieselbe Figur 2009 in INGLORIOUS BASTERDS. Sylvester Groth gehört zu den prägendsten Figuren der deutschen Schauspiel-Szene, inner- und außerhalb Deutschlands.

Die Regisseurin Anne Zohra Berrached erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis für junges Kino. Große Erfolge feierte sie bereits mit ihrem ersten abendfüllenden Spielfilm ZWEI MÜTTER, der 2013 den Preis der Perspektive Deutsches Kino auf der Berlinale gewann. Im Februar 2016 feierte ihr Hochschulabschlussfilm 24 WOCHEN als einziger deutscher Beitrag im Wettbewerb der Berlinale seine Uraufführung und wurde beim Deutschen Filmpreis 2017 mit der Lola in Silber ausgezeichnet.

Die Programmpreise der DEFA-Stiftung (je 5.000 Euro) gingen an das Lichtspieltheater Wundervoll in Rostock, an den Förderverein Kino Völkerfreundschaft Merseburg e.V. und die Germanistin, Filmwissenschaftlerin und Editorin Dr. Keiko Yamane.

Die Preise wurden durch Mitglieder des Stiftungsrats sowie den Kameramann Peter Badel übergeben. Musikalisch begleitet wurde das Programm von der „Bolschewistischen Kurkapelle Schwarz-Rot“. Durch den Abend führte die Filmjournalistin Jenni Zylka.

In Kürze finden Sie auf unserer Website Fotos und bei Facebook einen Mittschnitt der Preisverleihung.